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Rate akuter Atemwegserkrankungen unter den Vorjahreswerten

Die wichtigsten Zahlen des RKI finden sich aufbereitet in grafischer Form im Downloadbereich. Aus dem aktuellen Bericht des RKI vom 29.10.2020. Zitat:
„In GrippeWeb, dem Web-Portal, das in Deutschland die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen beobachtet und dazu Informationen aus der Bevölkerung selbst verwendet, ist die Rate akuter Atemwegserkrankungen (ARE-Rate) in der 43. KW 2020 im Vergleich zur Vorwoche gesunken. Die ARERate liegt seit der 36. KW 2020 unter den Vorjahreswerten. Ende März 2020 startete eine mikrobiologische Überwachung im Rahmen von GrippeWeb („GrippeWeb-Plus 2020“), bei der eine zufällig ausgewählte Stichprobe von regelmäßig meldenden GrippeWeb-Teilnehmern und Teilnehmerinnen (ca. 200) vom RKI Abstrichmaterialien erhalten hat. Bei Auftreten einer akuten Atemwegserkrankung soll jeweils eine Probe aus der vorderen Nase und dem Gaumen entnommen werden. Zu Beginn sollte jeder Teilnehmende unabhängig von Symptomen Proben einschicken. Alle Proben werden am RKI auf 21 verschiedene Atemwegserreger, darunter Influenzaviren und SARS-CoV-2, untersucht. Bisher sind 299 Probenpaare am RKI eingegangen (Datenstand: 26.10.2020). In keiner Probe wurden bisher Influenzaviren nachgewiesen. Zwischen der 13. und 43. KW 2020 gab es 119 Teilnehmende, die zum Zeitpunkt der Probenentnahme respiratorische Symptome hatten, davon wurden bei 52 (44%) Atemwegserreger detektiert. In der Mehrzahl (87%) wurden Rhino- bzw. Enteroviren nachgewiesen, diese traten bisher ausschließlich in Proben aus der 26. bis 42. KW 2020 auf. In der 43. KW 2020 wurde zum ersten Mal im Rahmen der GrippeWeb-Plus-Überwachung SARS-CoV-2 nachgewiesen. In diesem Fall wurde das Virus in der Probe aus der vorderen Nase, nicht aber aus der Probe vom Gaumen identifiziert. Weitere Informationen sind abrufbar unter https://grippeweb.rki.de/. „

und

„Die Werte der ARE-Konsultationsinzidenz (gesamt) lagen in der 43. KW 2020 noch im Bereich der Vorsaisons. In der virologischen Surveillance der AGI wurden in der 43. KW 2020 in 11 von 28 eingesandten Proben (39%) Rhinoviren nachgewiesen. In keiner der darauf untersuchten Sentinelproben aus der 43. KW 2020 wurden SARS-COV-2-Viren oder Influenza-Viren identifiziert.“

und

„Im Rahmen der ICD-10-Code basierten Krankenhaus-Surveillance von schweren akuten respiratorischen Infektionen (SARI) (ICD-10-Codes J09 bis J22: Hauptdiagnosen Influenza, Pneumonie oder sonstige akute Infektionen der unteren Atemwege) ist die Zahl der SARI-Fälle in der 42. KW 2020 im Vergleich zur 41. KW weiter stabil geblieben. Die Zahl der SARI-Fälle befand sich in der 42. KW 2020 insgesamt auf einem jahreszeitlich üblichen, relativ niedrigen Niveau. Die Zahl der SARI-Fälle bei Kindern unter 15 Jahren liegt dagegen auf einem niedrigeren Niveau als in den Vorjahren.“

Auf Grund der geringen Fallzahlen ist ein Übertragen dieser Werte auf die gesamte Bundesrepublik nicht möglich.